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Das Schmetterlingsprinzip – Mit Kindern über den Tod reden

Ich habe das Gefühl, in unserer Gesellschaft gehört der Tod immer noch zu den Tabuthemen. Ganz nach dem Motto: “Was ich nicht sehen kann, gibt es auch nicht” verdrängen wir unsere eigene Vergänglichkeit. Aber so wie der Schatten zum Licht gehört, so gehört auch der Tod zum Leben. Und ich finde es sehr wichtig, auch mit unseren Kindern altersgerecht und offen über dieses Thema zu sprechen. Dazu möchte ich Euch gerne ein Buch vorstellen, was genau davon handelt: dem Tod und dem Umgang mit der Trauer.

Das Schmetterlingsprinzip

Das Schmetterlingsprinzip von André Hötzer erschien im Verlag Books on Demand und erzählt die Geschichte von Marie: Marie ist neun Jahre alt und hat bei einem tragischen Autounfall ihre Eltern verloren. So sitzt sie am Ende der Sommerferien auf ihrem Bett und weint seit Tagen, sodass ihre Augen tiefrot und geschwollen sind. Sie fühlt soviel Trauer, dass sie das Gefühl hat, mit dem Weinen nie wieder aufhören zu können. Auch ihr Onkel Nico, bei dem sie jetzt wohnt, fühlt sich hilflos und weiß nicht recht, wie er Marie nur helfen kann. Doch dann geschieht etwas Merkwürdiges und Marie hat eine Begegnung der besonderen Art…

“Gestern ist Vergangenheit, Morgen ein Geheimnis, aber Heute ist ein Geschenk”

Die Geschichte um Marie ist herzergreifend und ganz wunderbar geschrieben. Dem Autor gelingt es, sich in die Gedanken und Ängste des Mädchens hineinzuversetzen und den Leser in die Welt von Marie mitzunehmen. Man selbst – gerade als Mutter – denkt bewusst darüber nach, wie kostbar das Leben ist. Und wie dankbar wir dafür sein sollten… Der Tod wird von mehreren Seiten beleuchtet und Marie findet einen wundervollen Weg aus ihrer Trauer. Das zeigen auch die Bilder, die bunt und voller Hoffnung sind. Das Schmetterlingsprinzip ist ein tolles Buch, um mit Kindern über das Thema zu sprechen, Fragen zum Tod zu beantworten und selbst darüber nachzudenken…

Wie geht Ihr mit dem Tod um !? Versucht Ihr mit Euren Kindern darüber zu sprechen oder ist Euch das eher unangenehm !?

Alles Liebe,

Berenice

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7 Comments

  • 5 Freitagslieblinge - 09.03.2018 - Phinabelle

    […] Mit Kindern über den Tod zu reden ist nicht einfach. Ich habe ein wunderbares Buch entdeckt, das genau dieses Thema aufgreift und uns zeigt, wie wir Kinder in ihrer Trauer unterstützen können: Das Schmetterlingsprinzip […]

  • Sandra Schindler

    Ich habe letztes Jahr auch angefangen, ein Buch über den Tod zu schreiben, in dem ein Schmetterling eine tragende Rolle spielt. Seit gestern sitze ich wieder dran (wird noch eine Weile dauern, gibt ein Mammutwerk). Ich mach das deshalb, weil mir das Thema so sehr am Herzen liegt – und weil mich und meine Kinder das Thema seit Jahren begleitet. Da ist so viel Angst, die bei näherer Betrachtung unnötig ist. Diese nähere Betrachtung möchte ich meinen kindlichen (und erwachsenen) Lesern ermöglichen. Ein absolutes Herzensprojekt meinerseits. Und ich freue mich wirklich über jedes neue Buch, das ebenfalls das Thema Tod aufgreift. Darüber kann man wahrlich nicht genug sprechen.

    • Phinabelle

      Liebe Sandra,
      ich freue mich schon sehr auf Dein Werk. Ich denke auch, dass wir uns diese Angst vor dem Tod erst aneignen, eben durch dieses Schweigen. Und vor Unbekanntem hat man ja erstmal Angst… Kindgerecht kann und sollte man auf jeden Fall darüber reden. Auch wir Erwachsene haben definitiv Nachholbedarf…
      Liebe Grüße, Berenice

  • Susanne

    Ich versuche das Thema möglichst selbstverständlich zu behandeln. Ich habe ein Aquarium und da sterben eben auch einfach mal Fische. Damit ist meine Große (5) völlig vertraut. Allerdings hat sie noch nie erlebt, dass ein geliebter Mensch stirbt und was das dann konkret heißt und wie es sich anfühlt. Gestern hatte ich einen etwas merkwürdigen Moment dazu, denn die beste Freundin meiner Tochter ist letzte Woche große Schwester geworden und auf meine Nachfrage erwiderte dieses begeistert “jaaaaaaa, und das Baby lebt!” Erst dachte ich, ich hätte mich verhört, aber sie wiederholte es dann auch nochmal und meinte dann, dass meine Tochter ihr ja erzählt habe, dass Babies manchmal auch im Bauch sterben. *autsch* Vielleicht ist Tod und Sterben für sie zu selbstverständlich!?

    • Phinabelle

      Bei uns kommen diese Fragen auch ab und zu. Auch, ob Babys im Bauch schon krank sind oder im Bauch sterben können. Und natürlich sage ich dann die Wahrheit. Zwar nicht knallhart, sondern sehr einfühlsam, aber es ist eben so… Ich denke auch, dass es für Kinder selbstverständlicer ist als für uns Erwachsene – wir haben das irgendwie verlernt… Danke Dir für Deine Erfahrung !
      Liebe Grüße, Berenice

  • Christine

    Meine Kinder sprechen das Thema mittlerweile auch an, seit sie etwas größer sind. Se sagten, dass sie Angst haben, wenn Oma und Opa oder Mama und Papa nicht mehr da sind. Ich weiß dann nie so recht, was ich sagen soll. Das Buch hört sich toll an!

    Liebe Grüße

    Christine

    • Phinabelle

      Bei uns ist vor zwei Jahren die Oma gestorben. Aber wir haben gesehen, dass es ihr nicht mehr gut geht und erzählt, dass es ihr im Himmel besser geht. Dann kam die Frage, wie es im Himmel ist… Tja, und natürlich isst man im Himmel jeden Tag sein Lieblingsessen, sitzt auf einer gemütlichen Wolke und schaut auf die Erde <3
      Liebe Grüße, Berenice

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