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Reisen mit Kind: Ferien auf dem Bauernhof

In unseren Ferien sollt Ihr trotzdem nicht auf tolle Beiträge verzichten. Und so habe ich liebe Bloggerkolleginnen gefragt, ob sie etwas für mich schreiben wollen. Heute erzählt Euch Mareike von ihrem Familienurlaub auf den Bauernhof – vielen Dank an Dich !

Das ist Mareike: die Mama von zwei Kindern hat sich nach dem zweiten Kind selbständig gemacht. Wegen der Kinder. Nicht gerade das, was  von ihr erwartet wurde, nach dem Marketing-Studium und 10 Jahren Veranstaltungsorganisation international. So einen Traumjob gibt man nicht leichtfertig auf. Allerdings liegen die Vorteile klar auf der Hand: im Home Office gibt es keine Fahrtzeiten, die Arbeitszeiten sind flexibel und überhaupt gibt es für jedes Problem eine Lösung, wenn man als eigene Chefin immer selbst entscheiden darf. Mit ihrem Blog Mami Startup will sie anderen Mamas Mut machen, sich den familienfreundlichen Arbeitsplatz einfach selbst zu schaffen: mit der eigenen Firma. Mehr von ihr gibt es bei Facebook und Instagram. Wer sie persönlich kennen lernen will: am 23.09.2017 ist sie einer der Speaker auf der #WESTFAM in Münster.

Urlaub – die schönste Zeit des Jahres !?

Urlaub. Auch bekannt als „die schönste Zeit des Jahres“. Zumindest im Idealfall. Ich habe da so meine eigene Meinung. Vor den Kindern definitiv ein ganz spontanes und ehrliches Ja. Und das sah so aus: entweder habe ich mein Pferd bepackt und bin eine Woche ohne den Herrn Schamberger durch den Odenwald geritten oder ich habe meinen Rucksack gepackt und bin mit dem Herrn Schamberger mal ein paar Tage durch Deutschland gelaufen. Vorzugsweise Bayern, da gibt es einfach die höchste Biergartendichte. Ein Mal waren wir auf Madeira. Das war landschaftlich wunderschön, aber die Portugiesen haben keine Ahnung, wie ein guter Einkehrschwung funktioniert.

Zurück zu meiner momentanen Lebenssituation: meine Kinder sind 2 und 3. So fast. Wir streiten hier sicher nicht um die letzten paar Tage. Mit zwei Windelkindern kann man schlecht „mal so eben mit kleinem Gepäck“ verreisen. Also ich kann das zumindest nicht. Mein Mann ist beruflich recht eingespannt, die Vorbereitung (Nachbereitung und überhaupt unsere ganze Familienorganisation) übernehme ich also alleine. Essen gehen ist ziemlich schwierig, da die Kinder zu normalen Restaurant-Essenszeiten schon müde und quengelig sind. Der einzige, der bei uns sicher durchschläft, ist der Papa. Dazu kommt, dass die Kinder, wenn sie krank oder in neuen Situationen unsicher sind an mir kleben. Beide. Da kann der Papa Schamberger sich noch so bemühen: der ist einfach total abgeschrieben. Das schlaucht ziemlich und so habe ich „Urlaub mit den Kindern“ erst mal aus Selbstschutz kategorisch abgelehnt. Ich hatte nämlich überhaupt kein Interesse daran, nach zwei wundervollen Wochen Pauschal auf Mallorca auf dem Zahnfleisch nach Hause zu kriechen, um mich dann auf der Arbeit davon zu erholen. Danke nein.

Urlaub auf dem Bauernhof

Urlaub ist also momentan eher „die anstrengendste Zeit des Jahres“… Wir haben letztes Jahr schon einen Vorstoß gewagt und zusammen mit den Paten ein langes Wochenende auf dem Bauernhof gebucht und beschlossen: das machen wir wieder.

Meine Vorteile:

  • Unkompliziert in der Organisation
  • Guter Personalschlüssel: Mama, Papa und die Paten
  • Unkompliziert vor Ort: meine Kinder lieben Tiere und sind einfach am liebsten den ganzen Tag auf dem Spielplatz. Müde Kinder (oder Familienmitglieder) werden einfach abgelegt. Man kann sich dann mit dem Babyfon trotzdem noch relativ frei auf dem Gelände bewegen.

Meine Kriterien für die Bauernhofauswahl:

Maximal eine Stunde Fahrt. Meine Kinder finden einfach jeden Bauernhof toll. Lange Autofahrten sind für uns alle stressig. Durch die kurze Anreise kann man auch relativ spontan die restliche Familie mit einplanen. Wir fahren zusammen mit Oma und Opa hin. Die Paten kommen einen Tag zu Besuch.

  • Zwei Wohnungen nebeneinander, da wir Oma und Opa mitnehmen. Ich mag meine Eltern sehr, aber es ist schon schön, wenn man sich nicht ein Bad teilen muss und ständig auf dem Schoß sitzt. So kann man sich aus dem Weg gehen und muss trotzdem nicht jedes Mal über den ganzen Hof.
  • Terrasse mit Grill. Meine Kinder machen noch Mittagsschlaf und gehen abends früh ins Bett. Für mich kein Grund, mich in die Ferienwohnung zu setzen. Ich will raus. Deswegen sollten die Kinderzimmer auch zur Terrasse hin liegen. Dann hat das Babyfon auch Empfang. Grillen ist im Urlaub Pflicht !
  • Spülmaschine und Mikrowelle. Das lasse ich einfach mal so stehen. Immerhin habe ich auch Urlaub…
  • Handtücher und Bettwäsche. Alles, was ich nicht extra mit hin schleppen muss, ist mir recht. Das muss ich dann auch daheim nicht waschen. Wenn es einen Wäscheservice gäbe, bei dem man die eigene Dreckwäsche einfach abgibt und dann gefaltet mit der Post nach Hause bekommt, würde ich das auch buchen.
  • Spielscheune. Das einzige, was sich nicht planen lässt ist das Wetter. Und meine Kinder nehmen mir die Hütte auseinander, wenn die einen ganzen Tag Hausarrest haben. Die kann ich nicht beliebig lange vor der Glotze parken. So kann man auch mal einen schnellen Regenguss überbrücken.
  • Tiere. Je mehr Tiere, desto besser. Bonuspunkte gibt es, wenn die Kinder beim Misten und Füttern helfen dürfen. Oder andere Aufgaben bekommen. Ich werde nie vergessen, wie bereitwillig, die Zäune auf dem Reiterhof jeden Morgen kontrolliert wurden. Übrigens eine 100%ige Arbeitsbeschaffungsmaßnahme für kleine Gäste mit viel Bewegungsdrang und wenig Konzentrationsvermögen. Kinder haben eine komplett andere Vorstellung von Urlaub als Erwachsene.
  • Alle Angebote am / auf dem Hof. Ich mag es überhaupt nicht, wenn man erst eine Wanderung machen muss, um sich den großen Gemeinschaftsstall anzuschauen.

Toben, Melken und Grillen…

Dieses Jahr waren wir übrigens im Odenwald bei Familie Kredel im Mossautal mit Blick auf die Schmucker Brauerei. Ich habe frühzeitig beide Doppelhaushälften gebucht und der ganzen Familie angeboten mitzufahren.

Eingepackt habe ich fast meinen kompletten Hausstand:

Und das sah dann so aus:

Die Ferienwohnungen waren wirklich hervorragend. Sauber und gut eingerichtet. Jeweils ein Wickeltisch, Gitterbett und Hochstuhl, da hatten wir für unsere Zwerge alles da und mussten nichts weiter mit schleppen. Der Spielplatz war gut ausgestattet und top in Schuss. Klar: der eine oder andere Traktor war nicht mehr ganz neu, aber man darf den Sachen ruhig ansehen, dass hier schon viele Kinder ausgiebig damit gespielt haben. Das finde ich nicht schlimm. So ausgiebig gewippt und geschaukelt wie die letzten Tage haben wir schon lange nicht mehr. Die Kinder sind oft auf dem Spielplatz geblieben, bis ihnen fast die Augen zu gefallen sind.

Was mir nicht so gut gefallen hat, war der Hof ohne Tor. Hier war prinzipiell genug Platz zum Toben und Rädchen fahren, aber abschüssig auf die Bundesstraße ist dann doch ein bisschen unentspannt. Haben wir dann lieber gelassen. Auch der Spielplatz am Abgrund war nicht so meins. Leider gab es die Hängebauchschweine nicht mehr und Ponyreiten gab es leider auch keins. Darauf hatten wir uns schon gefreut. Dafür hatten die Kinder einen riesen Spaß beim Kühe melken. Da durfte man jeden Abend rüber gehen. Und es gab auch frische Milch für die Kinder. Die hat beiden richtig gut geschmeckt. Wehrmutstropfen: der Kuhstall war drei Höfe weiter und nur über die Bundesstraße zu erreichen. Das ist mir zwei so kleinen Kindern nicht alleine machbar. Da mussten wir immer zu zweit sein. Sicherheit geht vor.

Gegrillt haben wir die Würstchen vom Metzger vor Ort. Die Kinder haben sich eine gemischte Wurst-Tüte ausgesucht und die war sau lecker ! Den Salat dazu haben wir aus dem Tante Emma Lädchen geholt. Das gibt es hier noch und hat mir unglaublich gut gefallen.

Für nächstes Jahr suche ich wieder einen tollen Bauernhof, auf dem wir allerhand entdecken können. Habt Ihr Tipps oder Empfehlungen ?

Mehr !?
Familien-Urlaub in Österreich

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