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Am Arsch vorbei geht auch ein Weg

Im Januar sind sie überall zu finden: Neujahrsvorsätze, Ziele für die nächsten 12 Monate und lange To-Do-Listen. Ja, auch ich habe Pläne und Ziele für 2017. Ist doch gut, wenn man Dinge ändern will, die man störend findet. Was allerdings nicht gut ist, wenn man das Ganze übertreibt: in 4 Wochen kann man keine 15 Kilo abnehmen und eine Couch-Potato läuft in 2 Monaten auch keinen Marathon. Und: manche Dinge kann man nicht ändern. Dann ist es besser, diese Dinge einfach sein zu lassen. Zu diesem Thema stelle ich Euch heute ein tolles Buch vor: „Am Arsch vorbei geht auch ein Weg“ von Alexandra Reinwarth erschien im mvg Verlag und ist nur eines von vielen Büchern der erfolgerichen Autorin.

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Das Buch beschreibt auf eine herrlich witzige Art, dass es uns besser geht, wenn wir uns trennen: von Dingen, die wir nicht wollen und Menschen, die wir nicht mögen. Zum Beispiel Treffen, auf die man nur geht, weil man es schon immer tut. Obwohl es eigentlich keinen Spaß macht. Oder die Freundin, die wir nicht mehr gerne treffen, weil man sich in verschiedene Richtungen entwickelt hat. Und trotzdem tun wir es. Die Autorin beschreibt Situationen, die wir alle kennen und ruft zu einer Portion gesundem Egoismus auf.

Die Kapitel des Buches behandeln die Bereiche „Die eigene Person“, „Freunde, Bekannte und Unbekannte“, „Familie“, „Im Beruf“, „Eltern & Kinder“ und „Liebe“. Die einzelnen Kapitel selbst sind auch nochmal unterteilt, sodass man für ein spezielles Problem direkt zur passenden Seite blättern kann.

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Wenn ich so darüber nachdenke, habe auch ich Dinge in meinem Leben, die ich mir gerne am Arsch vorbei gehen lassen würde. Zum Beispiel die nervigen Unterhaltungen mit der Lisa-Mama über das nicht ausreichende, pädagogische Programm im Kindergarten oder das nicht-vegane Essen. Gähn.

„Ich verbrachte viel zu viel Zeit mit Leuten, die ich nicht mochte, an Orten, die mir nicht gefielen, und tat Dinge, die ich nicht wollte. Das ist doch scheiße.“

Kapitel 1 ist gerade für uns Frauen von großer Bedeutung: die eigene Person.
Selbstoptimierung lautet das Schlagwort. In den Medien bekommen wir haufenweise Tipps für eine tolle Figur und ein ausgeglichenes Gemüt. Wenn wir dann eine Tafel Schokolade verdrücken oder mal dezent ausflippen müssen, kommt direkt das schlechte Gewissen.

„Der Hintern sollte kleiner, das Konto dafür dicker, das Selbstvertrauen größer und das Sexleben sollte irgendwie spannender sein, und Sport sollte man auch mal wieder machen.“

Alexandra Reinwarth beschreibt sehr unterhaltsam ihre persönlichen Erfahrungen und zeigt, dass man für das Glück keine Bikini-Figur braucht. Denn negative Gefühle werden durch Positives wie Freundeschaft oder Lachen überdeckt.

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So habe ich mich in kurzer Zeit durch das Buch gelesen und kann es Euch absolut empfehlen ! Man fühlt sich verstanden in allen Bereichen und erkennt die eigenen Probleme wieder. Mit ihrer selbstironischen Art schafft es die Autorin, den Leser mitzuziehen und innerlich zu sagen: „Ja, genau das ! Du hast so recht !“

Auch die Kapitel „Eltern & Kinder“ oder „Liebe“ haben mich sehr erfreut. Es geht beispielsweise um die Ratschläge anderer, sobald man einen positiven Schwangerschaftstest in den Händen hält oder um dreckige Männersocken auf dem Fußboden.

„Diese Geburtsberichte sind eine Art Schwanzvergleich unter Müttern.“

Wenn Ihr auf der Suche nach moralischer Unterstützung seid für die nervigen Seiten des Alltags – kauft Euch dieses Buch ! Danach wird es Euch besser gehen und Ihr könnt entspannt weitermachen, denn Unnötiges geht Euch am Arsch vorbei !

Alles Liebe,

Berenice

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