Allgemein Gesundheit Wie war´s bei uns ?

Unsere Polypen-OP (Teil 1)

Freitag, 22.04.2016: Wir haben einen Termin im Krankenhaus, die Große wird operiert ! Heute sollen die Polypen, auch Rachenmandeln genannt, entfernt werden. Daher gestern auch unser Ausflug in den Zoo…

Unsere Vorgeschichte: Im Alter von 2,5 Jahren fing es bei meiner Tochter an: häufige Erkältungen, Bronchitis und auch mal eine Mittelohrentzündung. Das hat sich so entwickelt, dass wir von Oktober bis März ständig inhalieren mussten… Im Sommer war es kein Problem, aber kaum regnete es drei Tage ging es wieder los. Wir hatten gehofft, dass es sich nach ein, zwei Jahren bessert, wenn das Immunsystem gelernt hat. Dies war leider nicht so. Sie hatte in einem Jahr 5 Mittelohrentzündungen, beidseitig. Immer begleitet von hohem Fieber. Im Januar hatte sie dann eine schwere Grippe mit allem Drum und Dran. Da riet der Kinderarzt dann doch mal zum HNO-Arzt zu gehen…

Die Untersuchung dort dauerte ca. 15 Minuten und das Ergebnis war eindeutig: die Polypen sind vergrößert, wodurch sich ständig Bakterien ansiedeln, und müssen definitiv raus. Was mich aber noch viel mehr geschockt hat: das Hörvermögen meiner Tochter liegt – in gesundem Zustand – bei 70% !

„Okay, die Operation muss unbedingt gemacht werden !“

Diese Operationen werden ambulant durchgeführt und sind für die Ärzte Routine. Wir haben also einen Termin vereinbart, für die OP und für ein Narkose-Gespräch.

Heute ist es soweit: um 6:45 Uhr sollen wir im Krankenhaus sein. Unseren Rucksack mit viiiielen Büchern, Ersatzkleidung und dem Kuschel-Schaf haben wir gestern schon gepackt.

IMG_0197.JPG
Unser Krankenhaus-Rucksack mit dem Kuschel-Schaf

Dort angekommen zeigt uns die Schwester das Zimmer mit dem Bett. Dann gehen die Vorbereitungen direkt los: unsere Tochter bekommt „Zaubersalbe“ auf die Hände und in die Armbeuge (um später den Zugang legen zu können), die die Hautstellen betäubt. Sie bekommt ein Armbändchen mit ihren Daten und die Schwester misst die Temperatur. Nun haben wir 15 Minuten für uns – und ich soll bereits das erste Buch vorlesen…

Schließlich kommt ein Assistenzarzt der Anästhesie: „Hallo. Ihre Tochter hat also Fieber !?“ Mein Mann und ich schauen uns verwundert an. „Fieber !? Sie hat doch kein Fieber !?!?“ „Die Schwester sagt sie hat Fieber, 37,7. Ich bespreche es mit der Oberärztin und wir melden uns dann bei Ihnen.“

Wir stehen, bzw. sitzen da wie der Ochs vorm Berg. Ja, sie hustet morgens ab und zu mal, das mache ich auch. Und ja, sie hat Augenringe. Das Kind ist seit 6 Uhr wach – und nüchtern ! Aber Fieber ? 37,7 ist für mich kein Fieber. Das ist vielleicht ein wenig erhöhte Temperatur. Natürlich wollen die Ärzte kein Risiko eingehen mit der OP, das verstehe ich.

„So, Ihr Kind hat ja Fieber – da können Sie wieder nach Hause gehen. Wir operieren keine fiebernden Kinder.“

Jetzt sind wir völlig von der Rolle. „Das war dann wohl die Oberärztin“ sagt mein Mann zu mir und ich nicke sprachlos.

Ganz ehrlich !? Ist mir klar, dass keine fiebernden Kinder operiert werden. Auch wenn es bei meiner Tochter eine Gratwanderung ist, verstehe ich, dass sie heute nicht operiert wird. Aber kann man das nicht anders sagen !? Wir kommen uns vor als wären wir im falschen Film, als wären wir unverschämter Weise im Krankenhaus. Wie können wir mit einem „fiebernden Kind“ überhaupt erst kommen… Die Große ist natürlich total verwirrt und versteht nicht warum wir denn wieder heimgehen, ohne OP…

Zuhause angekommen frühstücken wir erstmal in aller Ruhe. Dann rufe ich in der HNO-Praxis an und vereinbare einen neuen OP-Termin: in drei Wochen…

Also nutzen wir den Tag, um im Garten zu arbeiten. Mit dabei: ein gut gelauntes, gesundes Kind – OHNE Fieber !

Habt Ihr ähnliche Erfahrungen mit Ärzten ? Wurden Eure Kinder schon operiert ?

Alles Liebe,

Berenice

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5 Comments

  • Unsere Polypen-OP (Teil 2) - Phinabelle

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  • Unsere Polypen-OP (Teil 2) – phinabelle – Der Mama-Blog über Kinder, Chaos und ganz viel Glück :-)

    […] unser erster OP-Termin geplatzt ist (wieso weshalb warum lest Ihr hier in Teil 1) waren wir vor drei Tagen wieder im […]

  • phinabelle

    Vielen Dank für Eure Kommentare ! Bei uns hat der Kinderarzt schon erwähnt, dass man über eine OP nachdenken sollte. Daher war der HNO schon die zweite Meinung… Ich habe auch lange darüber nachgedacht, aber da beide Ärzte dazu rieten haben wir uns entschieden die OP durchführen zu lassen. Ich hoffe jetzt auf den zweiten Termin…
    Alles Liebe,
    Berenice

  • Xeniana

    Beim Mittleren hatten wir dieses Problem auch. Die HNO.s haben zur OP gedrängt-der Kinderarzt hat zum Abwarten geraten.er meinte das wächst sich unter Umständen raus und so war es auch. Er spielt Cello und hört hervorragend alles ist gut. Aus dieser Erfahrung klug geworden holte ich mir eine 2.Meinung ein als meine mandeln raus sollten und siehe die 2. Meinung sagte: Abwarten-ich hatte nie wieder eine Mandelentzündung. Das Problem ist das an jeder OP Geld hängt und meiner Meinung nach zu schnell operiert wird,. Aber gut ein vermindertes Hörvermögen muss man im Auge behalten, aber auch das kann ja mal erkältungsbedingt verschlechtert sein.

  • kidsaholic

    Liebe Berenice!
    Oje, das ist nicht so gut gelaufen. Ja, manche Ärzte/Krankenschwestern können schon ganz schön ruppig sein. Die vergessen wahrscheinlich, dass wir Eltern nach unserem besten Wissen und Gewissen handeln. Ich finde auch, das 37,7 Grad kein Fieber ist. Also unsere Kinder, haben immer über 37 Grad Temperatur! Ich wünsche euch jedenfalls Alles Gute, dass es beim nächsten Termin reibungslos klappt und vor allem Alles Gute und Liebe für deine Tochter.
    PS: auch wir waren letztes Jahr, sehr oft beim HNO weil unsere Tochter einen Tubenkatarrh hat(te), was ich dadurch bemerkte, weil die schlecht hörte.
    Alles Liebe, Manuela

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